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Häufige Fragen

Antwort:
Detaillierte Informationen erhalten Sie hier.

Antwort:
Die Stiftung WHM kann diesbezüglich keine klaren Lohnrichtlinien herausgeben, weil die Lohnverhandlung letztlich Sache zwischen Hausarzt / Lehrpraktiker und Assistenzarzt ist. Es kommt auch immer auf die individuelle Situation der beiden Parteien an.

Die Frage ist, ob es sich um eine Weiterbildungsassistenz mit entsprechender Supervision handelt, welche nach den Richtlinien der FMH von einem anerkannten Lehrpraktiker durchgeführt wird (mit guter Einführung und mehreren Stunden Fallbesprechung / Teaching pro Woche), oder ob es sich um eine Assistenz rein zur Entlastung des Praktikers handelt:

  • Bezüglich Weiterbildungsassistenz will vielleicht ein Assistenzarzt mit Weiterbildungsziel Allgemeine Innere Medizin eine Assistenz bei einem Pädiater machen, welcher ihn aber nicht wirklich braucht und die Praxisassistenz nur dem Assistenzarzt zuliebe macht. Dann darf die Entschädigung auch relativ tief sein. Im Normalfall aber, d.h. bei einer Weiterbildungsassistenz des künftigen Hausarztes beim von der FMH anerkannten Hausarzt (= Lehrpraktiker), sollten die Lohnansätze der Stiftung WHM die untere Grenze bilden (Bruttolohn Fr. 6'500.--/Monat bei Beschäftigungsgrad 100%).
    Soweit dem Lehrpraktiker möglich, sollte der Spital-Assistenzarztlohn bezahlt werden, was bei rund Fr. 7'800.-/Monat liegt (Bruttolohn bei Beschäftigungsgrad 100%). Man muss dabei auch immer daran denken, dass die effektiven für den Lehrpraktiker anfallenden Lohnkosten wegen der Arbeitgeberbeiträge an die Sozialversicherungen um rund 13% höher liegen. Es gibt durchaus Lehrpraktiker, welche bereit sind, etwas mehr zu bezahlen, insbesondere wenn auch eine Stellvertretung als Teil der Praxisassistenz geplant ist.
  • Für eine Assistenz zur Entlastung des Lehrpraktikers sollte dagegen der Spital-Assistenzarztlohn die untere Grenze sein.

Noch ein Hinweis zu Stellvertretungen: Hier gelten (ungefähr) die folgenden, von FMH und VSAO abgesegneten Lohnrichtlinien: Fr. 380.-- bis Fr. 520.-- pro Stellvertretungstag. Bei durchschnittlich 21 Arbeitstagen pro Monat wäre also ein Monat Stellvertretung brutto zwischen Fr. 7'980.-- und Fr. 10'920.--(die effektiven Lohnkosten sind auch hier etwa 13% höher).

Antwort:
Es ist grundsätzlich erwünscht, dass der Assistenzarzt (unter Supervision durch den Lehrpraktiker) bei Notfalldiensten des Lehrpraktikers mitmacht, weil diese wichtige Lernsituationen sind.
Im WHM-Arbeitsvertrag steht des Weiteren unter 6. Arbeitszeit, dass „die normale wöchentliche Arbeitszeit x% von 43 Stunden beträgt, maximal jedoch x% von 50 Stunden an maximal 5 Arbeitstagen“. Und weiter: „Zusätzlich ist pro zwei Monate ein Wochenend-Notfalldienst ohne Anrechnung auf die Höchstarbeitszeit zulässig.“
Für Notfalldienste unter der Woche (inkl. Pikettdienst 24 Std.) gibt es keine Richtlinien, weil das vom jeweiligen Notfallkreis abhängt, wie oft Notfalldienst gemacht werden muss. Ein Pikettdienst über Nacht kann auf freiwilliger Basis zwischen Lehrpraktiker und Assistenzarzt vereinbart werden.

Antwort:
Beim Einsatz im Notfalldienst gelten, genauso wie bei der übrigen Arbeit des Praxisassistenzarztes, die WHM-Richtlinien bezüglich Supervisionsstufen: Wenn der Notfalldienst in einer Phase der Praxisassistenz stattfindet, in welcher der Assistenzarzt schon weitgehend selbständig arbeitet, kann er dies auch im Notfalldienst tun, vorausgesetzt er hat bei Bedarf die nötige Supervision vom Lehrpraktiker. Deshalb sollte der Lehrpraktiker so erreichbar sein, dass er bei Bedarf innert etwa 10-15 Minuten den Patienten selber beurteilen, allenfalls den Assistenzarzt bei einem schweren Notfall wie Reanimation unterstützen kann. Letztlich ist der Lehrpraktiker für den Notfalldienst verantwortlich.

Antwort:
Informationen darüber, wie Sie eine Praxisassistenz-Stelle finden können, sind hier erhältlich.

Antwort:
Ja, wobei der Lehrpraktiker für die Differenz zwischen dem im Programm üblichen und dem vereinbarten höheren Lohn (inkl. die darauf anfallenden Arbeitgeber-Beiträge) vollständig selber aufkommen muss.

Antwort:
Im Pflichtenheft des Lehrpraktikers steht u.a., dass er dem Assistenzarzt den Besuch auswärtiger Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen in angemessenem Ausmass ermöglichen soll. Assistenzarzt und Lehrpraktiker müssen sich gemeinsam über das „angemessene Mass“ einigen. Aus Sicht der Stiftung WHM wird insgesamt eine Woche (5 Tage) Freistellung pro Jahr für den Besuch auswärtiger Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen als angemessen erachtet.

Antwort:
Nein! Der Assistenzarzt sollte sich aber trotzdem bewusst sein, dass die Praxisassistenz von der Stiftung WHM mit solidarisch geleisteten Spendengeldern der FMH und der Fachgesellschaften SGAIM, und SGP mitfinanziert wird.

Antwort:
Der von der AHV-Ausgleichskasse finanzierte Mutterschaftsurlaub beginnt am Tag der Geburt des Kindes und endet spätestens nach 14 Wochen bzw. 98 Tagen. Die Mutterschaftsentschädigung beträgt 80% des Einkommens vor der Geburt.

Versicherungen während dem Mutterschaftsurlaub:

  • Die Beiträge AHV/IV/EO werden auch während des Mutterschaftsurlaubs entrichtet, da die Mutterschaftsentschädigung als Einkommen gilt. Für Arbeitnehmerinnen wird zudem der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung (ALV) abgezogen. Die Beiträge der Familienausgleichskasse (FAK) sowie der Verwaltungskosten der AHV-Ausgleichskasse gehen zu Lasten des Lehrpraktikers.
  • Berufliche Vorsorge (BVG): Die Arbeitnehmerin ist weiterhin BVG-versichert (Vorsorgestiftung VSAO). Die Arbeitgeberbeiträge BVG gehen voll zu Lasten des Lehrpraktikers.
  • Unfallversicherung: Die Arbeitnehmerin ist UVG-versichert. Deckung ohne Prämien, gemäss Sozialversicherungsgesetz.
  • Die Haftpflicht- und Kaskoversicherung gehen zu Lasten des Lehrpraktikers, wenn am Anfang oder Ende des Mutterschaftsurlaubes eine Lohnzahlung erfolgt.

Versicherungen nach dem Mutterschaftsurlaub:

  • Unfallversicherung: Wenn ein unbezahlter Urlaub auf den Mutterschaftsurlaub folgt (länger als 31 Tage / Nachdeckung), kann bei der Allianz Schweiz eine Abredeversicherung abgeschlossen werden. Die Prämie geht zu Lasten der Arbeitnehmerin. Das Formular ist bei der Stiftung WHM erhältlich.
  • Berufliche Vorsorge (BVG): Bei einem unbezahlten Urlaub hat die Arbeitnehmerin die Möglichkeit eine Risiko-Versicherung bei der Vorsorgestiftung VSAO abzuschliessen. Wenn die Risiko-Versicherung gewünscht wird, so muss diese vor (!) dem unbezahlten Urlaub abgeschlossen werden. Die Risiko-Versicherung wird der Arbeitnehmerin direkt von der Vorsorgestiftung VSAO in Rechnung gestellt. Das Formular ist bei der Stiftung WHM erhältlich.

Antwort:
Ein Lehrpraktiker, welcher einen Praxisassistenzarzt hat, muss nicht mehr Notfalldienst leisten als üblich. Die Stiftung WHM hält sich betreffend Praxis- bzw. Weiterbildungsassistenzärzten und Notfalldienst an die Stellungnahme der Zürcher Ärztegesellschaft, welche auf die Anfrage von Dr. Elisabeth Bandi-Ott (Leitende Ärztin Institut für Hausarztmedizin (IHAM), Unispital Zürich) festgehalten hat: „Die Weiterbildungsassistenten sind NICHT dienstpflichtig“.

Antwort:
Wenn die Praxisassistenz im Rahmen des WHM-Programms stattfindet, braucht der Lehrpraktiker seine Haftpflichtversicherung nicht anzupassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Praxisassistenz von der Stiftung (teilweise) mitfinanziert wird oder nicht. Die Stiftung WHM schliesst für Praxisassistenzen im Programm ein Versicherungspaket ab, welches auch eine subsidiäre Haftpflichtversicherung beinhaltet.
Läuft die Praxisassistenz nicht über die Stiftung WHM ab, muss der Lehrpraktiker seine Haftpflichtversicherung entsprechend anpassen, d.h. den Praxisassistenzarzt in seine Versicherung miteinschliessen. (Achtung: Es reicht nicht, wenn gemäss Versicherungsvertrag die Tätigkeit eines Stellvertreters versichert ist, es muss explizit ein Assistenzarzt eingeschlossen sein!).

Antwort:
Informationen zur Dauer und Anerkennung von Praxisassistenzen sind in den entsprechenden Weiterbildungsprogrammenzu finden. Bei Beschäftigungsgrad von 100% kann eine Praxisassistenz bis zu 12 Monate in der gleichen Praxis absolviert werden (bei Teilzeit entsprechend länger). Dies gilt sowohl für Assistenzärzte mit Weiterbildungsziel Allgemeine Innere Medizin als auch für Kinder- und Jugendmedizin. Bei den letzteren Assistenzärzten müssen aber vor der Praxisassistenz mind. 2 Jahre Basisweiterbildung in der Pädiatrie absolviert worden sein.

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Detaillierte Informationen erhalten Sie hier.

Antwort:
Nebst dem gesamtschweizerischen Praxisassistenz-Programm der Stiftung WHM existieren in den meisten Kantonen eigene kantonale Projekte bzw. Programme oder es sind zumindest solche geplant. Zwar können in vielen Kantonen nur einige wenige Praxisassistenzstellen angeboten werden, die finanziellen Bedingungen für Assistenzart (höherer Lohn) und Lehrpraktiker (geringere Beteiligung an den Lohnkosten des Assistenzarztes) sind jedoch besser als im WHM-Programm. Im Letzteren Programm wird mit den jährlich zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, möglichst vielen Assistenzärzten eine Praxisassistenz zu ermöglichen, weshalb die Assistenzarztlöhne tiefer und die Kostenbeteiligung der Lehrpraktiker höher ist. Deshalb wird empfohlen, sich zunächst bei kantonalen Projekten bzw. Programmen zu erkundigen, ob allenfalls noch eine Praxisassistenzstelle zu vergeben ist. Für eine Mitfinanzierung einer geplanten Praxisassistenz durch die Stiftung WHM ist ein entsprechendes Gesuch einzureichen. Detaillierte Informationen zum Vorgehen finden Sie hier. Vor dem Einreichen des Gesuchs wird dringend empfohlen zu überprüfen, ob Assistenzarzt und Lehrpraktiker die Programm-Bedingungen der Stiftung WHM erfüllen und gegebenenfalls die nötigen Schritte zur Erfüllung rechtzeitig in die Wege zu leiten (wie z.B. FMH-Anerkennung des Lehrpraktikers, Besuch eines Einführungskurses für Lehrpraktiker, FMH-Mitgliedschaft des Assistenzarztes, Durchführung eines Schnuppertags).